Dresdner Institut für Datenschutz


Datenschutz für Unternehmen

Unternehmen setzen zunehmend in ihren Geschäftsmodellen und -abläufen auf den technischen Fortschritt. Die hierdurch zunehmenden Datenverarbeitungsmöglichkeiten werden gern genutzt. Häufig stehen hierfür auf Kostenaspekte im Vordergrund. Die Interessen der Betroffenen werden hingegen nur selten, insbesondere bei besonders sensiblen Daten beachtet. Dies liegt in den wenigsten Fällen an bösen Absichten des Unternehmens. In den meisten Fällen gehen diese einfach im Arbeitsalltag und aufgrund zunehmender Betriebsblindheit oder aber auch aufgrund fehlenden technischen Hintergrundwissens in den Fachabteilungen unter.

Für Unternehmen gelten im Datenschutz zwingend die Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG), außerdem für viele Bereiche gesetzliche Spezialnormen (z.B. Telekommunikationsgesetz, Signaturgesetz). Diese müssen - unabhängig von der Beauftragung eines Datenschutzbeauftragten - im Unternehmen umgesetzt werden. Die Missachtung der gesetzlichen Vorschriften kann mit hohen Bußgeldern (€ 300.000 und darüber) geahndet und im Extremfall als Straftat verfolgt werden. In einigen – auch größeren – Unternehmen sind diese Vorgaben jedoch kaum oder gar nicht bekannt. Im eigenen Interesse sollte jedes Unternehmen Datenschutz betreiben:

  • Nichts ist wichtiger für ein Unternehmen als seine Wahrnehmung beim Kunden. Datenschutz ist auch Imagepflege nach außen: Er sorgt für Vertrauen und vermeidet Peinlichkeiten oder gar juristischen Streit. Bei vielen Branchen versteht sich das von selbst (Ärzte, Apotheken, Steuerberater, Anwälte…). Aber auch anderswo gilt: Unternehmen, die mit Daten von Vertragspartnern nachlässig umgehen, verlieren ihren seriösen Ruf.
  • Datenschutz beinhaltet auch Datensicherheit. Ein kompetenter Datenschutzbeauftragter wird die Unternehmensleitung vor Schwachstellen der EDV warnen. Unzureichende Datensicherung kann z.B. bei einem Server-Versagen das Unternehmen für viele Tage völlig lahm legen und wirtschaftlich ruinieren.

Nicht vergessen werden sollten auch die Schnittstellen zu bspw. wettbewerbsrechtlichen Fragestellungen, wie z.B. bei Werbung oder der Homepage. So sind bspw. Abmahnungen oder Klagen von Verbraucherverbänden bei unzulässiger Werbung oder fehlenden bzw. unzureichenden Datenschutzerklärungen denkbar.


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